Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Aelius bekräftigt Engagement in Ostdeutschland
- Monika Hortig
- vor 2 Stunden
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Anlässlich der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt bekräftigt das Aelius Förderwerk sein langfristiges Engagement in Ostdeutschland. Die Bildungsorganisation will ihre Angebote für junge Menschen vor Ort fortführen und ausbauen. Gleichzeitig stärkt Aelius die Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen für Mentees, Mentor:innen, Ehrenamtliche und Mitarbeitende.
Viele junge Menschen und Ehrenamtliche aus dem Aelius-Netzwerk leben in den ostdeutschen Bundesländern. Für uns ist deshalb klar: Politische Veränderungen dürfen nicht dazu führen, dass Bildungsangebote dort zurückgezogen werden, wo junge Menschen sie benötigen.
Gerade in Zeiten politischer Veränderungen braucht es verlässliche zivilgesellschaftliche Strukturen und Organisationen, die jungen Menschen langfristig zur Seite stehen.
Unsere Bildungsarbeit in Ostdeutschland bleibt
Unsere Arbeit folgt einem einfachen Grundsatz: Der Zugang zu Förderung und Bildungschancen darf nicht vom Wohnort eines jungen Menschen abhängen.
Deshalb steht unser Engagement in Ostdeutschland nicht zur Disposition. Vielmehr wollen wir unsere Bildungsangebote vor Ort weiter ausbauen und die Zusammenarbeit mit lokalen Partnerorganisationen stärken.

"Wir sind dort für junge Menschen da, wo sie leben. Deshalb steht unsere Präsenz in Ostdeutschland nicht zur Disposition. Wo rechtsextreme Kräfte an politischem Einfluss gewinnen, dürfen Angst und Unsicherheit nicht dazu führen, dass sich die Zivilgesellschaft zurückzieht. Gleichzeitig tragen wir Verantwortung für den Schutz der Menschen, mit denen wir arbeiten."
Dominik Kolb, Vorstand von Aelius Förderwerk
Schutz und Präsenz zusammendenken
Wer Verantwortung für junge Menschen und Ehrenamtliche übernimmt, muss zugleich über ihre Sicherheit sprechen.
Deshalb haben wir unsere bestehenden Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen überprüft und weiterentwickelt. Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen weiterhin persönliche Mentoring-Beziehungen, Kleingruppen sowie geschützte digitale und analoge Räume.
Öffentliche Formate werden stärker anhand der jeweiligen Situation vor Ort bewertet. Für Treffen und Veranstaltungen etablieren wir zusätzliche Sicherheitsstandards und stärken Ansprechpartner:innen für Mentees und Ehrenamtliche.
Dabei ist uns ein Punkt besonders wichtig: Schutz bedeutet für uns keinen Rückzug.
Sicherheit und gesellschaftliche Präsenz sind keine Gegensätze. Unser Anspruch ist, beides miteinander zu verbinden.
Bildungschancen dürfen nicht vom Wohnort abhängen
Welche Bildungschancen junge Menschen haben, sollte weder von ihren sozialen und finanziellen Voraussetzungen noch von ihrem Wohnort abhängen. Genau hier setzt unsere Arbeit an.
Das Aelius Förderwerk unterstützt seit 2017 Schüler:innen zwischen 14 und 20 Jahren, die soziale, finanzielle oder diskriminierende Barrieren überwinden müssen. Aus einer Initiative ehrenamtlich engagierter Studierender ist ein bundesweites Förderwerk entstanden. Heute umfasst unser Netzwerk laut aktuellem Stand mehr als 180 Ehrenamtliche; insgesamt wurden bereits über 8.000 Schüler:innen gefördert.
Im Zentrum steht unser PHINEO-zertifiziertes Förderprogramm "Dialog Chancen". Damit wollen wir bestehende institutionelle Angebote in Deutschland ergänzen und Lücken in den Bereichen Persönlichkeitsentwicklung, Berufsorientierung und Vernetzung schließen.

"Unsere Mentees können sich nicht aussuchen, welche politischen Mehrheiten an ihrem Wohnort bestehen. Deshalb können wir unsere Verantwortung auch nicht davon abhängig machen. Unser Auftrag bleibt: jungen Menschen unabhängig von Herkunft, finanziellen Möglichkeiten oder Wohnort Zugang zu Bildungschancen zu ermöglichen."
Laura Kretz, Vorständin von Aelius Förderwerk
Für Aelius ist deshalb klar: Unser Engagement in Ostdeutschland geht weiter.



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